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Linzer Familienbetrieb gibt Robotern Gefühle

Linzer Familienbetrieb gibt Robotern Gefühle

In der Produktionswelt der Zukunft ist es völlig normal, dass Menschen und Roboter zusammenarbeiten. Die Firma Schmachtl will diese Abläufe optimieren.


Schmachtl GmbH Hybride Arbeitsplätze Günther Probst

 

Das Unternehmen Schmachtl sieht sich als Pionier bei der Ausstattung „hybrider Arbeitsplätze“, einem Teilbereich von Industrie 4.0. Dabei geht es um die Zusammenarbeit von Robotern und Menschen. Erste Systeme führt die Linzer Firma derzeit beim Paschinger Maschinenbauer Trumpf, im Werk der Elektronikfirma Epcos in Deutschlandsberg und bei Produktionsbetrieben der Automobil-Industrie ein. Schmachtl-Geschäftsführer Günther Probst: „Wir wenden die neue Technologie der sensitiven Robotik an, vor allem um die Sicherheit der kollaborativen Arbeitsabläufe zu gewährleisten.“

 

Schmachtl verleiht Robotern sozusagen Gefühle. Mit dem Einbau von Laser-Scannern und Kameras beispielsweise kann man einen Roboter auch ohne Schutzzaunsicher machen, wie es Probst erklärt: „Und wir geben ihm ein Auge.“ Das alles führt dazu, dass der Roboter merkt, wenn ein Mensch in der Nähe ist. Er passt dann seine Arbeitsweise und Geschwindigkeit an, um ihn nicht zu verletzen.



Vom Handel zur Automation

Dieses Geschäftsfeld wachse stark, sagt Probst. Man sei eine der wenigen Firmen, die solche Systeme schon anbieten. Schmachtl hat seinen Sitz in Linz und Niederlassungen in Wien, Graz und Innsbruck. Das Familienunternehmen erwirtschaftete zuletzt mit 150 Mitarbeitern rund 45 Millionen Euro Umsatz. Das Stammgeschäft der 1936 gegründeten Firma ist der Handel mit industriellen Produkten. Gut ein Drittel des Umsatzes kommt aber schon vom neuen Bereich, der eigenen Automations- und Systemtechnik, zu der die Roboter-Tätigkeiten gehören. Insgesamt beliefert Schmachtl rund 3700 Industriekunden. Aufgrund des globalen Wettbewerbs, Preisdumping, einem stagnierenden europäischen Markt und hohen Lohnkosten seien viele österreichische Produktionsbetriebe gezwungen, ihre Werke zu modernisieren, sagt Probst.

 

Schmachtl beliefert die heimische Industrie seit Jahren auch mit Systemen zur Produktinspektion. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie BMW, der Autozulieferer Mahle und Infineon, aber auch Nahrungs-mittelproduzenten wie Manner und Spitz sowie pharmazeutische Konzerne wie Baxter. Am 9. Juni 2016 veranstaltet Schmachtl ab 9 Uhr unter dem Titel „Momentum“ einen Tag mit vielen Vorträgen im Ars Electronica Center. Es geht um die Zukunft der Produktion. „Wobei diese Zukunft schon ganz nah ist“, sagt Probst. Anmeldung unter www.schmachtl.at/momentum.


Autor: Alexander Zens

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