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Neue Intelligenz für alte Anlagen

Anlagenmodernisierung

Anlagenmodernisierung macht sich bezahlt

Neue Intelligenz für alte Anlagen


Alte Produktionsanlagen gehören nicht automatisch zum alten Eisen. Eine Modernisierung dieser Anlagen macht sich in vielen Fällen bezahlt. So auch bei Lohmann & Rauscher (L&R), einem inter-national führenden Anbieter von Medizin- und Hygieneprodukten. Von Schmachtl GmbH mit neuen Komponenten aufgerüstet, präsentiert sich die Anlage mittlerweile up to date am neuesten Stand der Technik mit einer voll automatisierten kameragestützten Bildverarbeitungslösung.


Die Herstellung von Bandagenmaterial bei L&R verläuft hochpräzise und millimetergenau. Schmachtl GmbH, spezialisiert auf Lösungen zur 100 %-igen automatischen Qualitätskontrolle, übernahm das Retrofit der Produktionsanlage. Produktmanager DI Florian Martin, Experte für optische Prüftechnik bei Schmachtl erklärt die Ausgangssituation folgendermaßen: „Die Verbandsstoffe werden in breiten Bahnen auf Rollen produziert, die einzelnen Bahnen sind nur durch einen fehlenden Längsfaden voneinander getrennt. Genau in diesen minimalen Abstand muss geschnitten werden, um die Bahnen zu trennen. Der Feuchtegehalt des Gewebes bestimmt die Breite des gesamten Materials, dadurch kommt es bei fixen Schnittpositionen zu Verschnitt. Für den optimalen Schnitt musste die Messerposition also laufend nachgeregelt werden.“ Die Aufgabe für Schmachtl bestand nun darin, den Schneideprozess mit moderner Bildverarbeitung sicher und zuverlässig zu automatisieren und auf den neuesten technischen Stand zu bringen.

Qualitätskontrolle im laufenden Prozess
Im Regelfall finden Qualitätskontrollen erst am Ende der Produktion statt. Fehlerhafte oder unvollständige Teile werden automatisch aussortiert. Bei L&R war das Team um DI Martin vor die Herausforderung gestellt, den laufenden Prozess so zu gestalten, dass von vorneherein kein Verschnitt entstehen kann. Unterschiedliche Komponenten wurden auf deren Tauglichkeit für diesen Zweck getestet und mehrere technische Konzepte ausgearbeitet. Aus diesem Pool entschied sich L&R für eine PC-gestützte Bildverarbeitungslösung mit mehreren Kameras.


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Zwanzig Kameras haben alles im Blick
Das Lösungskonzept ist modular aufgebaut. Über die gesamte Breite der Stoffrollen sind 20 Kameras verteilt. Diese geben dem Schneidmesser die nötigen Informationen  über die exakte Position des Bahnen-Zwischenraumes. Das System erkennt also die genaue Position des Zwischenraumes und führt die Messerposition diesem nach.

 

Die dezentralen Kameras liefern die aufgenommenen Bilder an einen zentralen Rechner. Dieser befindet sich gut geschützt in einem mit Touchscreen und Klimaanlage ausgestatteten PC-Schrank und übergibt die ausgewerteten Daten an die einzelnen SPS-Steuerungen. Gemäß den Vorgaben der Kameras führen die Steuerungen die Schneidmesser an die richtige Position.

 

DI Martin erläutert die besonderen Vorteile der gewählten Applikation: „Im Vergleich zur Lösung mit großen zentralen Balkenscannern können die einzelnen Kameras schnell getauscht werden. Das kann neben dem Wechsel der Schneidmesser inkl. Stellmotoren der Kunde selbst einfach erledigen.“ Die Kameras sind den rauen Umgebungs-bedingungen des Herstellungsprozesses ausgesetzt und dadurch starken Vibrationen, Staub und mechanischen Belastungen. Das verursacht großen Verschleiß, daher werden sehr günstige Standard-Kameras verwendet. Zudem können die Schneideinheiten einzeln auf verschiedene Bahnbreiten eingestellt werden, da sie unabhängig voneinander funktionieren.

„Das ist ein weiterer Vorteil der Lösung mit Kameras. Sie sind klein und kompakt und beanspruchen nebeneinander angebracht nur wenig Raum. Das ermöglicht das exakte Schneiden auch schmaler Stoffstreifen.“, legt Di Martin weiter dar. Beschädigungen des Gewebes sind dabei ausgeschlossen.

Lösung aus einem Guss
Schmachtl agierte bei dieser Anwendung als gesamter Systemanbieter. Neben dem Lösungskonzept inkl. Projektierung und Projektmanagement programmierte das Team  auch PC und Steuerungen und lieferte die einzelnen Komponenten. DI Martin: „Als Systemlöser bieten wir alles aus einer Hand. Planung, Programmierung und Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt. Uns ist schneller Service wichtig, daher fokussieren wir uns auf den lokalen österreichischen Markt.“ Denn wer Qualität ernst nimmt, integriert Verfahren zur Qualitätssicherung bereits direkt in seine Fertigungsprozesse.

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DI Florian MARTIN
Produktmanagement
Industrielle Bildverarbeitung
T  +43 732 7646-38
f.martin@schmachtl.at