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Strenge Outfit-Kontrolle

Endkontrolle Banner

Beim Linzer Autobatterie-Hersteller Banner sehen in der optischen Endkontrolle gleich sechs Kameras und ein Lesegerät nach dem Rechten

Strenge Outfit-Kontrolle


Wenn es um das perfekte Styling seiner Produkte geht, ist die Toleranzgrenze von Banner sehr gering. Ein anderes Verhalten kann sich der international anerkannte Batterieproduzent auch gar nicht leisten. Namhafte Kunden wie Audi, BMW, VW, Chrysler oder MAN verlangen nach erstklassiger Qualität. Und zwar nicht nur was die Leistung der gelieferten Hightech-Akkumulatoren betrifft, das äußere Erschei-nungsbild muss ebenfalls zu hundert Prozent entsprechen. Grund genug, die produzierte Ware vor der Auslieferung durch eine optische Endkontrolle zu führen. Bei dieser fungieren unter der Leitung der »Optical Battery Inspection«-Software aus dem Systemhaus Schmachtl sechs Industriekameras und
ein »DataMan 100« von Cognex als unbestechliche Juroren.


Mehr als sieben Jahrzehnte lang produziert das Familienunternehmen Banner bereits Batterien. Die Stromspeicher mit dem Büffelsymbol zählen zu den international anerkannten und technisch führenden Markenprodukten. Seit 1981 darf sich die Linzer »Power Company« sogar mit dem österreichischen Staatswappen schmücken. Grund für dessen Verleihung waren schon damals unter anderem die erstklassigen Fertigungseinrichtungen. Eine Tradition, die bis heute verpflichtet. Und so verlässt kein Produkt die oberösterreichische Produktionshalle, das nicht zuvor auf Herz und Nieren geprüft wurde. In seiner modernsten Endfertigungsanlage produziert Banner bis zu 3.000 »AGM«-Autobatterien am Tag. Das Kürzel »AGM« steht für die »Absorbent Glass Mat«-Technologie, diese bindet den normalerweise flüssigen Elektrolyt in einem Glasfaservlies. Ihr niedriger Innenwiderstand biete besonders hohe Startströme, deshalb kommt die neueste Generation der Hightech-Akkumulatoren vorzugsweise in modernen »Start-Stop«-Motoren mit Bremsenergierückgewinnung zum Einsatz und hilft mit, den CO2-Ausstoß zu senken. In der Endfertigungsanlage des Batterieherstellers selbst wurde allerdings eine Erhöhung des Ausstoßes angestrebt – und zwar mit Hilfe des Linzer Systemhaus Schmachtl. Der Partner-Systemintegrator von Cognex sollte die optische Endkontrolle mit moderner Technik aufpeppen. Die Hauptrolle in diesem Optimierungsstück bekam die »Optical Battery Inspection«-Software auf »VisionPro«-Basis zugeteilt. Diese koordiniert nun die Informationen von insge-samt sechs Industriekameras und eines »DataMan 100«-ID-Lesegeräts und garantiert dadurch, dass das richtige Produkt in 1a-Qualität beim Kunden ankommt. Bei der Auswahl der passenden Lösung galt es von Schmachtl gleich mehrere Punkte zu berücksichtigen: Der Kunde verlangte nach einer 100-Prozent-Inspektion mit Null-Fehlertoleranz, die sich bereits nach relativ kurzer Zeit amortisieren sollte. Außerdem war eine kompakte Inbetriebnahmephase auf Basis reaktionsschneller lokaler Support-Leistungen gefragt.


Banner Software  
Banner Kontrolle


Genauer »Bodycheck«
Die »Optical Battery Inspection«-Software nimmt die auslieferungsfertigen und etikettierten Batterien von Banner gleich von fünf Seiten genauestens ins Visier. Bewertet werden unter anderem die Lage und Vollständigkeit der Etiketten, verschiedene Batterieabmessungen, das Vorhandensein von Polkappen und Griffen sowie die korrekten Maße der Entgasungsbohrungen. Überschreitet ein Merkmal die produktspezifischen Toleranzen, wird die betreffende Batterie sofort ausgeschleust und die Fehlerursache am Bildschirm angezeigt. Der Bediener hat dann die Möglich-keit, das Produkt nach Beheben des Mangels über das Rückführband erneut zu prüfen. Einer der wichtigsten Kontrollschritte ist das Lesen eines direkt auf das Kunststoffgehäuse aufgenadelten Echtschrift-Codes. Er enthält Informationen über den Batterietyp, das Herstellungsdatum und die Leistung. Am Ausgang der Endfertigung werden die Angaben in einen DataMatrix-Code übertragen und auf die Batterie etikettiert. Ziel dabei ist eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Produkte. Denn die Daten aus dem DataMatrix-Code bleiben dauerhaft gespeichert, so dass sie im Falle einer Reklamation für den Kunden jederzeit abrufbar sind. Das Einlesen der DataMatrix-Codes übernimmt der bildbasierte »DataMan 100«. Das ID-Lesegerät von Cognex wartet mit einer Leseleistung von bis zu 45 Lesungen pro Sekunde auf.

 

Perfekte Toleranzgrenze
Die Vielzahl der zu prüfenden Batteriemerkmale bei Banner erforderte eine Vision-Software, die über genügend Leistungsreserven verfügt, um unterschiedlichste Informationen auf variierenden Untergründen lesen zu können.
Die Endfertigungskontrolle bei den »AGM«-Batterien wartet nämlich mit so manch einer Herausforderung für die installierte Bildverarbeitungslösung auf: So bieten beispielsweise unmittelbar auf das Kunststoffgehäuse genadelte Codes schlechte Kontraste, erschweren Spiegelungen auf den Hochglanzetiketten die Identifikation von Codes und Schriften oder heben sich kleinste Materialaussparungen wie die Entgasungsbohrungen an den Seitenwänden der »AGM«-Batterien kaum von der Materialumgebung ab. Die »Optical Battery Inspection«-Software auf »VisionPro«-Basis ist allerdings intelligent genug, unkritische äußerliche Makel zu ignorieren. Sie konzentriert sich nur auf jene Merkmale, die wirklich ausschlaggebend für die Abnahme der Produkte sind.

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DI Florian MARTIN
Produktmanagement
Industrielle Bildverarbeitung
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  Ing. Franz Waldhör, MBA
Vertriebsleiter Systemtechnik
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